ChatGPT & Co.: So darf KI jetzt in Hamburger Schulen genutzt werden

Künstliche Intelligenz (KI) hält in immer mehr Lebensbereichen Einzug – da machen Hamburgs Schulen keine Ausnahme. Wie die Technologie sinnvoll im Unterricht eingesetzt werden kann, hat die Schulbehörde am Donnerstag vorgestellt.

„Leitlinien für den Einsatz von KI-Systemen in Schule und Unterricht“ heißt der Ratgeber, den das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg (LI) gemeinsam mit der Schulbehörde und dem Artificial Intelligence Center Hamburg (ARIC) entwickelt hat. Außer dem „lernförderlichen Einsatz“ in den Klassen stehen auch rechtliche Fragen, etwa zum Datenschutz im Vordergrund.

„Ich möchte alle Lehrkräfte dazu ermutigen, KI-Anwendungen im Unterricht zu erproben und zu reflektieren, um die Schülerinnen und Schüler zu einem kritischen und kompetenten Umgang mit KI zu befähigen“, sagte Schulsenatorin Ksenija Bekeris (SPD). Die Leitlinien würden „einen wichtigen Beitrag zur Förderung der digitalen Kompetenz der Schülerinnen und Schüler leisten“.

Hamburger Schulen lehren Umgang mit Künstlicher Intelligenz

In der Handreichung werden zunächst KI-Modelle hinsichtlich ihrer Funktionen und Leistungen sowie deren Auswirkungen auf die Gesellschaft erklärt. Dann geht es um die praktische Nutzung an den Schulen: Welche didaktischen Grundsätze müssen beachtet werden? Wie kann KI die Lehrkräfte bei ihrer Arbeit unterstützen? Und wie müssen Aufgaben in Zeiten von KI gestaltet werden, damit die Eigenleistung der Schüler von den KI-Inhalten unterscheidbar bleibt?

Bei den rechtlichen Aspekten von KI im Unterricht geht es unter anderem darum, wie Leistungen beim Einsatz von KI bewertet werden können. Aber auch die Frage, wie mit dem nicht erlaubten Einsatz von KI-Anwendungen – etwa bei Prüfungen und Leistungskontrollen – umgegangen werden soll.

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Quelle: mopo.de, 04.04.2024 / 13:08

KI-Chatbots auf der Überholspur: Schnellere Entwicklung als bei Computerchips

Große Sprachmodelle entwickeln sich rasant weiter. Sie können ihre Leistung sogar schneller steigern als Computerchips. Die genauen Gründe dafür versuchen die Forscher noch herauszufinden.

KI-Chatbots basieren auf sogenannten Large Language Models (LLM). Diese Modelle entwickeln sich in einem rasanten Tempo weiter, das sogar das der Entwicklung von Computerchips übersteigt.

Innerhalb von nur acht Monaten halbiert sich im Schnitt die benötigte Rechenleistung, um den gleichen Benchmark zu erreichen. Diese Effizienzsteigerung überschreitet sogar das Mooresche Gesetz, das besagt, dass sich die Anzahl der Transistoren auf einem Chip etwa alle 18 bis 24 Monate verdoppelt. Die Transistoren deuten auf die Rechenleistung eines Chips hin.

Die Performance-Steigerung kommt durch bessere AlgorithmenDie Leistungssteigerung bei KI-Modellen lässt sich vor allem auf Fortschritte in der Entwicklung der Algorithmen zurückführen, wie Tamay Besiroglu vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) gegenüber New Scientist verrät.

Eine Alternative, um die Performance zu steigern, ist, LLM in der Größe hochzuskalieren. Bei diesem Ansatz wird allerdings mehr Rechenleistung benötigt. Derzeit ist diese Möglichkeit durch die globale Knappheit an KI-Chips begrenzt.

231 große Sprachmodelle getestet

Um den Ursprung der Leistungssteigerung bei LLM zu ergründen, haben Forscher 231 dieser Modelle untersucht, die im Zeitraum von 2012 bis 2023 entwickelt wurden. Wie die Programmierer die Algorithmen genau verbessern, konnten sie allerdings nicht herausfinden, da der Code für viele der Modell nicht öffentlich zugänglich ist.

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Quelle: t3n.de, Kai Nordenbrock 27.03.2024

Bedarf an nicht-medizinischen Ethikentscheidungen wächst stetig Neue Ethikkommission für KI & Co an der TUM

Etwa jeder sechste Antrag an die Ethikkommission der Technischen Universität München (TUM) dreht sich um Themen wie Mensch-Technik-Interaktion, künstliche Intelligenz, Datenschutz und Persönlichkeitsrechte – und nicht mehr ausschließlich um medizinische Fragestellungen. Tendenz steigend. Deshalb hat die TUM nun eine nicht-medizinische Fachgruppe geschaffen.

Inwieweit sind sich Nutzer der Existenz und Funktionsweise von KI-Algorithmen bei Instagram bewusst? Wie verändert sich das Schlafverhalten von Studierenden während des Semesters und besonders in Prüfungssituationen? Und wie viel Kaffee sollte eine Biathletin oder ein Biathlet trinken, um die eigene Leistung zu verbessern, nicht aber am Schießstand ins Zittern zu geraten? Diese aktuellen Beispiele von Anträgen an die Ethikkommission zeigen, dass längst nicht mehr nur rein medizinische Themen eine ethische Bewertung wissenschaftlicher Studien erfordern. Immer wenn Menschen Gegenstand der Forschung sind, ist ein Ethikvotum nötig.

Bislang hatte die medizinische Ethikkommission sich auch diese Themen angeschaut und beurteilt. Doch es werden von Jahr zu Jahr mehr. Etwa 150 der 850 Anträge im Jahr 2023 hatten mit medizinischen Fragstellungen nichts mehr zu tun. Deshalb ist jetzt eine neue nicht-medizinische Fachgruppe der Ethikkommission dafür zuständig. Sie bewertet technische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen der Forschungsansätze und fordert Nachbesserungen ein, wenn nötig. Die bis zu zehn stimmberichtigten Mitglieder kommen aus ganz unterschiedlichen Schools der TUM, etwa aus den Bereichen Management, Sozial-, Natur- und Ingenieurwissenschaften.

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Quelle: tum.de, Astrid Eckert 19.03.2024

EU-Parlament macht Weg frei für KI-Gesetz

Das Europäische Parlament hat das nach eigenen Angaben weltweit erste, umfassende KI-Gesetz beschlossen. Es soll den Umgang mit der Technologie sicherer machen, etwa mit Auflagen für die Gesichtserkennung oder ChatGPT.

Die EU hofft wieder einmal auf den Brüssel-Effekt: Sie will Standards setzen, an denen sich der Rest der Welt ausrichtet. So lief es bei Datenschutz und Chemikalien. Jetzt will Europa Vorreiter werden bei der Regulierung von Künstlicher Intelligenz.

Technische Systeme, die menschliches Lernen nachahmen, entwickeln sich rasend schnell – mit allen Chancen und Risiken. Die EU regelt das künftig mit einem KI-Gesetz. Auf den Entwurf haben sich EU-Parlament und Mitgliedsstaaten im Dezember verständigt. Jetzt hat das Plenum in Straßburg mit breiter Mehrheit grünes Licht gegeben. 523 Abgeordnete votierten dafür, 46 dagegen, 49 enthielten sich.

Gesetz soll Künstliche Intelligenz stärker regulieren

Der zuständige Kommissar Thierry Breton bezeichnete die neuen Regeln als „historisch“. Nach seinen Angaben handelt es sich um das weltweit erste Gesetz, das Künstliche Intelligenz „ausgewogen“ reguliere. Zudem würde es vor „Auswüchsen durch Missbrauch schützen“, aber auch Innovationen voranbringen.

Die EU hat in einer jahrelangen Debatte um ein Gleichgewicht gerungen: Gesichtserkennung ist praktisch, um das Handy zu entsperren, aber sie ist gefährlich, wenn damit Fotos aus dem Netz gefischt werden, die in dubiosen Datenbanken landen. Das Gesetz soll vor möglichen Gefahren schützen, auch durch täuschend echt gefälschte Bilder oder Audiodateien. Gleichzeitig will die EU die enormen wirtschaftlichen Chancen der KI befördern.

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Quelle: tagesschau.de, Jakob Mayr 13.03.2024

Eckernförder Bucht: Einsatz von KI zum Schutz der Ostsee

Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) soll künftig der ökologische Zustand der Eckernförder Bucht überwacht werden. Damit soll die aktuelle Wasserqualität bewertet werden – ein Frühwarnsystem, etwa für drohendes Fischsterben.

Weil sich die Buchten der schleswig-holsteinischen Ostsee in keinem guten ökologischen Zustand befinden, soll künftig ein KI-basiertes Monitoring dabei helfen, die Gewässergüte in Echtzeit zu überwachen.

Pilotprojekt erhält Förderung vom Land

Das Projekt wurde vom Geomar zusammen mit der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel entwickelt und wird vom Land Schleswig-Holstein mit 750.000 Euro gefördert. „Die Förderung dieses Projekts markiert einen bedeutenden Schritt in Richtung eines effektiveren Ostsee-Schutzes“, sagte Geomar-Direktorin Katja Matthes. Das Pilotprojekt könne in Zukunft dabei helfen, die marinen Ökosysteme zu schützen und zu bewahren.

Überwachung der Ostsee in Echtzeit

„Für das Projekt werden wir die Messdaten der Zeitserienstation Boknis Eck am Ausgang der Eckernförder Bucht verwenden“, sagt Projektleiterin Helmke Hepach vom Geomar. Boknis Eck wird laut Geomar seit 1957 regelmäßig monatlich auf eine Vielzahl physikalischer, chemischer und biologischer Parameter beprobt. Diese Messreihen werden seit einigen Jahren durch Sensordaten eines fest installierten Unterwasserobservatoriums ergänzt, die über ein Datenkabel live abrufbar sind.

Je mehr Daten, desto besser arbeitet die KI

„Herkömmliche statistische Verfahren können diesen großen Datenmengen nicht mehr gerecht werden“, sagt Professor Olaf Landsiedel von der CAU, der in dem Projekt für die KI-Methodik zuständig ist. Für so etwas biete sich Künstliche Intelligenz an. KI könne diese großen Datenmengen nicht nur verknüpfen und nutzbar machen, sie werde auch immer genauer, je größer die Datensätze werden. So könne mithilfe der Kombination der Daten und verschiedener KI-Methoden eine Bewertung des Umweltzustands nahezu in Echtzeit ermöglicht werden.

„Dadurch hoffen wir, immer genauere Voraussagen treffen und Warnungen geben zu können“, sagt Projektleiterin Hepach. Helfen kann die KI zum Beispiel, wenn sich sauerstoffarme Zonen in der Ostsee ausbreiten, was zu Fischsterben führen kann. Aktuell läuft das Projekt laut Geomar noch im Testbetrieb.

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Quelle: ndr.de/nachrichten, 05.03.2024

KI-Chip-Pläne: Sam Altman sucht Unterstützung der US-Regierung

Sam Altman hofft auf Zustimmung für sein 7 Billionen US-Dollar teures KI-Chip-Unternehmen. Experten zweifeln an den Plänen.

Um Sprachmodelle wie GPT zu entwickeln, braucht es fähige Prozessoren. Insbesondere das Training komplexer KI-Algorithmen ist rechenintensiv, aber auch die Nutzung von generativer KI (etwa Chatbots oder Bildgeneratoren) in der Masse. Fürs Training reißen Firmen vor allem Nvidia KI-Beschleuniger wie die H100 aus den Händen. OpenAI-CEO Sam Altman träumt deshalb davon, die gesamte Halbleiterindustrie neu zu gestalten. Mindestens sieben Billionen US-Dollar schwer sind seine Pläne. Das halten andere Experten für zu viel und auch für nicht hilfreich. Unterdessen sagt Altman, sollte die US-Regierung seine Idee unterstützen.

Wie Bloomberg berichtet, ist die US-Regierung allerdings eher skeptisch gegenüber Altmans Idee. Sie sehen potenzielle Gefahren für die nationale Sicherheit und den Wettbewerb, sollte OpenAI eine derart finanzstarke Chip-Allianz auf den Weg bringen. Mit der Angelegenheit vertraute Personen sollen erzählt haben, Altman versuche dennoch, die Regierung zu überzeugen. Er habe den potenziellen Investoren zudem gesagt, ohne die Zustimmung der Regierung könne er nicht weitermachen.

Kritik an Altmans Chip-Plänen

Dabei haben sich auch schon andere Branchenvertreter zu Wort gemeldet, die Altmans Vorstellung einer 7-Billionen-Chip-Allianz nicht zustimmen würden. Der Chip-Experte Jim Keller beispielsweise hat bei X auf Altman reagiert. Altman schrieb dort, er würde auch acht Billionen US-Dollar nehmen. Keller antwortet: „Ich mache es für weniger als eine Billion US-Dollar.“ Keller ist in der Prozessorwelt sowas wie ein Rockstar – bei Apple etwa hat er die Entwicklung der ersten eigenen iPhone-Systems-on-Chip (SoCs) A4 und A5 verantwortet, bei AMD die Zen-Architektur und auch bei Intel soll er als Chefingenieur eine kommende CPU-Architektur mit entworfen haben.

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Quelle: heise.de, Eva-Maria Weiß 20.02.2024

Wirtschaftsminister Robert Habeck, Digitalminister Volker Wissing. Foto: AP

AI Act Deutschland will KI-Gesetz der EU doch noch zustimmen

Digitalminister Wissing hat seinen Widerstand gegen die Regulierung offenbar aufgegeben. Zuvor hatten KI-Unternehmen, Experten und die Kreativbranche vor einem Fiasko gewarnt.

Berlin. Deutschland will dem europäischen KI-Gesetz (AI Act) nun doch zustimmen. Das erfuhr das Handelsblatt aus Regierungskreisen. Bei einem Treffen der Staatssekretäre habe das von Volker Wissing geführte Digitalministerium den Widerstand gegen das Gesetz aufgegeben, hieß es am Dienstagvormittag.

„Heute ist das Ringen um die deutsche Haltung zum AI Act mit einem tragbaren Kompromiss zu Ende gegangen“, sagte der FDP-Politiker. Auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) begrüßten die Entscheidung.

Damit steht einer Zustimmung auf europäischer Ebene nichts mehr im Wege. Eine Abstimmung der EU-Botschafter ist für Freitag vorgesehen. Die meisten Staaten haben bislang vor allem Verordnungen und Dekrete erlassen. 

Angesichts großer Bedenken hatte insbesondere Wissing in den vergangenen Tagen darauf gedrängt, sich bei der Abstimmung zu enthalten, wie auch das Handelsblatt berichtete. Dies hätte ein Scheitern des gesamten Vorhabens zur Folge haben können, wovor am Wochenende auch zahlreiche KI-Unternehmen, Wissenschaftler und die Kreativbranche warnten.

KI-Rechtsexperte Philipp Hacker von der European New School of Digital Studies warnte vor einem „diplomatischen Desaster auf dem europäischen Parkett“, wäre der AI Act unter anderem am „deutschen Zaudern oder Widerstand“ gescheitert.

Für eine Zustimmung braucht es in der Regel die Unterstützung aller Koalitionspartner. Im Zentrum der Kritik standen unter anderem zu hohe Hürden für Unternehmen und aufgeweichte Bedingungen bei der biometrischen Überwachung.

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Quelle: handelsblatt.com, Jürgen KlöcknerJosefine FokuhlJulian Olk 30.01.2024

ChatGPT macht aus Texten Videos

Der Chatbot ChatGPT wird künftig aus Textvorgaben kurze Videos erstellen können. Zunächst ist das KI-Modell in der Erprobung, um Sicherheitsrisiken und Fälschungsgefahren auszuloten.

Die Macher des Chatbots ChatGPT haben eine Software entwickelt, die Videos aus Text-Vorgaben erzeugen kann. Das KI-Modell mit dem Namen Sora werde zunächst ausgewählten Kreativen zur Verfügung gestellt, schrieb OpenAI-Chef Sam Altman auf der Online-Plattform X (ehemals Twitter). Auch sollen Experten Sicherheitsrisiken ausloten, bevor das Programm breit genutzt werden kann.

KI-Technologie, die bewegte Bilder aus Text-Vorgaben generiert, könnte mit der Zeit die Videoproduktion verändern. Aber die Sorgen sind groß, dass mit dieser Technologie in großem Stil Fake-Videos erzeugt werden können, die von echten Aufnahmen kaum zu unterscheiden wären. Die Entwickler der Technologie arbeiten deshalb an Wegen, in die Videos eindeutige Erkennungsmerkmale wie Wasserzeichen einzubauen.

Fehler bei physikalischen Gesetzen

Von Sora erstellte Videos können bis zu eine Minute lang sein. Es soll erkennbar sein, dass sie von KI erstellt wurden. Auf der Webseite zur Software veröffentlichte OpenAI mehrere Beispiele zusammen mit der Beschreibung, die ihnen zugrunde lag. Eins davon etwa zeigt eine Frau, die über eine Straße läuft.

Das Video wurde komplett von Künstlicher Intelligenz generiert, mit der Text-Vorgabe, die Frau solle eine Lederjacke und ein rotes Kleid tragen und die Straße solle an Tokio erinnern und viel Neon-Leuchtreklame haben, die sich zudem in Pfützen spiegele.

Mehrere andere Unternehmen entwickelten bereits Software, die Videos aus Text erzeugen kann. OpenAI schränkt eine, dass Sora noch Schwächen habe: So mache das Modell manchmal Fehler bei der Umsetzung von physikalischen Gesetzen. Auch könne es zum Beispiel passieren, dass jemand im Video von einem Keks abbeiße – und der Keks später immer noch ganz aussehe.

Google macht Fortschritte im Analysebereich

Im Wettlauf bei Software mit Künstlicher Intelligenz berichtet Google ebenfalls von einer Verbesserung, aber im Bereich Video und Analyse. Der Internetkonzern stellte die Weiterentwicklung Gemini 1.5 vor, die unter anderem längere Videos und Texte auswerten kann. So habe man die Software als Test nach lustigen Momenten im gut 400-seitigen Protokoll der Unterhaltungen der Apollo-11-Raumfahrtmission zum Mond suchen lassen, schrieb Google in einem Blogeintrag. Gemini 1.5 habe drei davon gefunden.

Nachdem ohne weitere Kommentare die Zeichnung eines Stiefels hochgeladen worden sei, habe die Software dies automatisch mit dem Moment in Verbindung gebracht, in dem Neil Armstrong den ersten Schritt auf dem Mond gemacht habe.

Gemini 1.5 Pro könne bis zu einer Stunde Video, bis zu elf Stunden lange Audioaufnahmen, Texte mit einer Länge bis zu 700.000 Wörtern sowie bis zu 30.000 Zeilen Software-Code erfassen und analysieren, erläuterte Google. Unter dem Markennamen Gemini fasste Google jüngst seine Apps und Dienste mit KI zusammen. Das Modell Gemini 1.5 wird zunächst für Entwickler und Unternehmenskunden verfügbar sein, bevor alle davon profitieren können.

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Quelle: tagesschau.de, 16.02.2024, 09:53 Uhr

Berlin: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Vice Chair und President der Microsoft Corporation Brad Smith kommen zur Pressekonferenz der Microsoft Deutschland GmbH zu den Investitionen des Konzerns im KI-Bereich in Deutschland. Bild: dpa

REKORDINVESTITION IN DEUTSCHLAND Warum sich der Kanzler über neue KI-Milliarden freut

Im Kanzleramt wird seit Tagen frohlockt über diese Ankündigung. Nachdem die OECD Deutschland 2024 nur noch ein Wachstum von 0,3 Prozent prognostiziert, Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) das sogar unterbietet mit 0,2 Prozent und von einer „dramatisch schlechten“ Lage spricht, gibt es endlich mal eine positive Nachricht für den Standort zu verkünden: Microsoft will in den nächsten zwei Jahren 3,2 Milliarden Euro in Deutschland investieren, um die Kapazitäten seiner Rechenzentren zu vergrößern und die Bereiche Cloudinfrastruktur und Künstliche Intelligenz zu stärken – es ist die bisher größte Investition des US-Konzerns in Deutschland.

„Ein guter Morgen für unser Land“, freut sich Olaf Scholz (SPD). Der Kanzler ist an diesem Donnerstag selbst in die Berliner Microsoft-Dependance Unter den Linden gekommen, um sich von Microsoft-Vizepräsident Brad Smith anzuhören, wie stark Deutschland doch eigentlich ist. Vom Autofahren bis zum Zahnarztbesuch erlebe er quasi täglich die Technologieführerschaft Deutschlands, schwärmt Smith. 

Scholz sitzt in der ersten Reihe und lächelt. Warme Worte für die Kanzlerseele. Zumal die Investition von Microsoft nicht zusätzlich angereizt werden musste wie etwa bei der Ansiedlung des US-Chipkonzerns Intel in Magdeburg.

Microsoft will sich bei seinen Investitionen vor allem auf zwei Regionen konzentrieren: in Bergheim und Bedburg in Nordrhein-Westfalen werden zwei neue Rechenzentren entstehen, dazu solle die Cloudkapazitäten in Frankfurt erweitert werden. Die Region ist wegen des großen Internet-Knotens DE-CIX Deutschlands ein führender Standort für Rechenzentren in Deutschland. Was genau geplant ist, teilt der Konzern bisher nicht mit.

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Quelle: wiwo.de, Sonja Alvarez 15.02.2024

Google: Millionen-Betrag zur Förderung von KI-Kompetenzen

Der Tech-Konzern Google stellt 25 Millionen Euro zur Förderung von KI-Kompetenzen in Europa bereit. Darüber hinaus sollen „Wachstumsakademien“ betrieben werden.

Der US-Tech-Konzern Google hat 25 Millionen Euro zugesagt, um Menschen in Europa dabei zu helfen, den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu erlernen. Das kündigte Mark Brittin, Googles Präsident für Europa, den Mittleren Osten und Afrika, in einem Blogeintrag am Montag an.

Google erklärte, man habe Bewerbungen für soziale Unternehmen und gemeinnützige Organisationen geöffnet, die dabei helfen könnten, diejenigen zu erreichen, die am ehesten von einer Schulung profitieren würden. „Wir sind entschlossen, unseren Teil dazu beizutragen und mit den EU-Regierungen, der Zivilgesellschaft, Wissenschaftlern und Unternehmen zusammenzuarbeiten, um den richtigen Weg zu finden, damit diese Technologie [KI, Anm.] sicher und für alle nutzbar wird“, schreibt Brittin. Die KI-Opportunity-Initiative für Europa solle Menschen und Länder durch Schulungen und Qualifikationen dabei helfen, die Chancen der KI erfolgreich zu nutzen.

AI Opportunity Fund Europe

In Zusammenarbeit mit Regierungen und lokalen Gemeinschaften wird Google demnach eine Reihe von grundlegenden und fortgeschrittenen KI-Schulungen anbieten, um gefährdete Gemeinschaften, Start-ups und jeden Einzelnen zu unterstützen, so Brittin weiter. Der Tech-Konzern wird auch eine Reihe von „Wachstumsakademien“ („growth academies“) betreiben, um Startups in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika zu unterstützen, die KI einsetzen, um ihre Unternehmen zu vergrößern, und hat seine kostenlosen Online-KI-Schulungen auf 18 Sprachen ausgeweitet. „Die Forschung zeigt, dass die Vorteile der KI bestehende Ungleichheiten verschärfen könnten – insbesondere in Bezug auf wirtschaftliche Sicherheit und Beschäftigung“, zitiert ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters Adrian Brown, Geschäftsführer des Centre for Public Impact, das das gemeinnützige Programm zusammen mit Google durchführt. „Dieses neue Programm wird Menschen in ganz Europa dabei helfen, ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und ihr Selbstvertrauen im Umgang mit künstlicher Intelligenz zu entwickeln und sicherzustellen, dass niemand zurückgelassen wird.“

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Quelle: heise.de, Andreas Knobloch 12.02.2024